Wissenswertes (oder auch nicht) über mich...

KAPITEL EINS - VOLLKNALLTHEORIE

Ich wurde am 05. Januar 1973 von meiner Mutter (wie jeder) im Krankenhaus (wie die meisten) in Erlangen geboren. Soweit war noch alles in Ordnung... Und so gings auch weiter. Kindergarten, Grundschule, später dann aufs Gymnasium. Und dann nahm das Schicksal seinen Lauf. Wir zogen mal wieder um, dieses mal nach Neustadt (an der Aisch; ich hab nie ausserhalb von Mittelfranken gewohnt.*hach* Hier isses halt so schön. Zumindest redet man sich das gerne ein, wenn man hier wohnen muss...). Meine Freunde, die ich dort gewonnen habe, bedrängten mich immer mehr, meine zeichnerischen Talente doch bitte nicht zu verschwenden, indem ich sie nicht benutze. Durch die ewige Nörgelei (Danke!) hab ich das dann auch nicht.

Mittlerweile war ich süsse 18 Jahre alt, hab das Gymnasium geschmissen - und war arbeitslos... Ich hab mich dann ne zeitlang mit jobben über Wasser gehalten, aber immer hab ich gezeichnet.

Und zur Musik gefunden... Mit 19 hatte ich meine erste Band; natürlich lag unser spielerisches Niveau zu dieser Zeit irgendwo auf Blickhöhe eines Dackels, weshalb wir dieses doch eher peinliche Kapitel sehr schnell abschlossen. Dann gründeten wir eine Punk-Band - woran man sehr deutlich erkennen kann, was wir vorher produziert, oder doch eher verbrochen, haben. Aber es ging aufwärts. Zu diesem Zeitpunkt begann ich eine Lehre als Siebdrucker (die ich auch beendet habe!) und kam auch zum Tätowieren.                      

Davon gleich, nur noch kurz ein paar Worte, wie es musikalisch weiter ging, ok? gut, danke... Wie es so läuft, wir lösten uns nach 2 Jahren auf, ne andere Band löste sich auch auf (mir scheint, das machen Bands dauernd...), wir schlossen uns zu ner neuen Band zusammen (auch das ist sehr wichtig! aus zwei mach eins... aber man fragt sich, wo die überschüssigen Schlagzeuger hinverschwinden.) und machten Hardcore-Mucke. Mit Punk-Einflüssen. Bis wir uns auflösten, mal wieder, klar. Dann kam lange Zeit nichts, nur daheim rumklimpern, ein bisschen Gitarrespielen lernen (ihr habt jetzt so lange darauf gewartet - hier, bitte: Ich bin Bassist! Na los, Musiker, macht eure Witzchen! Immerhin bin ich kein Bratscher...). Und 2002 gabs wieder ne Band. Über die kann man unter "Musik" mehr herausfinden. Mir sei der Kommentar erlaubt, dass die Musik-Seite künstlerisch sehr wertvoll umgesetzt wurde, womit ich äusserst geschickt eine nahezu geniale Überleitung zum eigentlichen Thema, nämlich "Kunst und so weiter", geschaffen, um nicht zu sagen transzendentalisiert habe. Schliesslich bin ich Künstler, ich habe eine Vision! (Das war ein Scherz, zumindest kommt dies einem Scherz so nahe, wie ich das wage, weil irgendwie stimmt es ja auch. Ich sage das nur für die Leute, die Ironie nicht mal erkennen, wenn man sie rosa anmalt und ihnen um den Hals hängt. Danke! Weiter im Text.)

(Einer der Vorteile am Künstlerleben ist, dass man nahezu ALLES machen kann, ohne dass sich jemand wundert - auch Kajal auftragen und damit in die nächste Kneipe marschieren)

KAPITEL ZWEI - DER BEGINN EINER VISION

Seit ich einen Stift halten kann, male und zeichne ich. Gut, in den letzten Jahren viel zu wenig, da warens hauptsächlich Tattoovorlagen, und davon Unmengen, aber ich habe doch das ein oder andere Bild tatsächlich fertig gestellt. In der nächsten Zeit werden es auch mehr, weil mir eine liebe Person viele Stifte, Pinsel und Farben geschenkt hat (definitiv ein Wink mit dem Zaunpfahl!), und ich auch viele neue Ideen habe. Was ich gerne mache, sind Portraits, und ich bin keiner dieser Künstler, die die nicht so anziehenden Merkmale aufgrund künstlerischer Freiheit schlichtweg übergehen. Das Leben ist mal schön und mal nicht, und so sind wir Menschen auch. Warum lügen? Bin doch kein Schönheitschirurg. Hey, wir LEBEN! (Und ahmt jetzt die Kunst das Leben nach, oder das Leben die Kunst?) Wie auch immer... Kunst muss nicht schön sein, sie kann durchaus hässlich sein, denn Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Viele finden es auch schön, tätowiert zu sein (da zähle ich mich dazu. Ohne Zweifel, auch wenn einige meiner Tattoos nicht "schön" oder "künstlerisch wertvoll" sind; es sind halt alte Stiche, sozusagen... ;)

Aber ausnahmslos alle haben etwas mit mir zu tun.). Wie kam ich zum Tätowieren? Nun, jemand sagte damals in ner Kneipe (alle verrückten Ideen - und diese war zu diesem Zeitpunkt verrückt - entstehen nach einigen Bieren und Unmengen Erdnüssen in irgendeiner Kneipe, das ist universelles Gesetz!) zu mir "Ey... Du kannst gut zeichnen, du kannst bestimmt auch tätowieren! Ich bau dir ne Maschine..." Zwei Tage später hatte ich sie und mit dem Hobbybastler gleich den ersten Kunden dazu. Ich bin jetzt schonungslos offen (wenn ich über andere herzieh, kann ich das bei mir auch!): Es war grottenschlecht. Aber man lernt nie aus; man lernt auch, was Hygiene heisst. Die Maschine ist schon lange Geschichte. Ab und zu mach ich mal ein spezielles Stück für nen guten Bekannten (ich hab natürlich die richtige Ausrüstung mit allem Drum und Dran!), aber hauptsächlich entwerfe ich Tattoos für Leute, die nicht diese Einheits-Tribals oder Arschgeweihe wollen. Ich mache NUR Einzel- stücke! Garantiert! Über das Tätowieren kam ich zu einer anderen (für mich) interessanten Sache, dem Gravieren. Nicht das Gravieren mit nem kleinen Schleifstein im Druckbleistift auf ein altes Senfglas, das sonst unbeachtet in der hintersten Ecke des Geschirrschrankes irgendwelchen Unsinn verzapfen würde, bis es eines Tages die Grossmutter herausholt und den selbstgepflückten Strauss Wiesenblumen von den lieben Enkelchen reinsteckt. Nein, ich meine gravieren mit GravierMASCHINE, so ein netter kleiner druckbleistiftähnlicher... ähm... Geht jedenfalls mit Strom. Und Saphir- und Diamantspitzen. Man kann ganz nette Sachen damit verunstalten: Trinkhörner, festes Leder, weiches Metall, Kristallweingläser, Senfgläser, die sonst unbeachtet in der hintersten Ecke...
(Das grau-braune Etwas rechts von meinem Kopf, also auf der linken Seite von mir, Blickrichtung zu euch, das, was so aussieht, als gehöre es dort nicht hin - das ist die Tür, durch die ich NICHT in diesen Keller, in dem ich sehr gerne mal ein zwei Wochen mit nem Weinglas und einem Fassöffner, oder wie man die Dinger nennt, verbringen würde, gekommen bin, weil ich gar nicht, noch nie, in diesem Keller war, denn eigentlich stehe ich da bei einer guten Freundin im Kosmetikstudio...)

KAPITEL DREI - MARVIN

Warum Marvin? Wer den "Anhalter durch die Galaxis" kennt, kennt auch Marvin, den manisch-depressiven Roboter mit einem Gehirn in der Grösse eines mittelgrossen Planeten. Nur zum Vergleich: Der Rechner, auf dem ich gelernt habe, Graphiken und Druckvorlagen herzustellen, war erst ein Pentium III und dann ein IV. Man stelle sich die Möglichkeiten vor, wäre Marvin ein Graphik-PC. Ich bin mir aber sicher, dass Marvin nicht mit Windows läuft. Ausserdem hätten sich wahrscheinlich die Graphiken, angesteckt von Marvins eher negativen Einstellung ALLEM gegenüber, zu Tode betrübt auf irgendeinen entfernten Server in einen versteckten Ordner verzogen, statt sich drucken zu lassen, was ja ihr eigentlicher Daseinszweck ist, die Schlingel. Glücklicherweise hat mein PC kein wie auch immer geartetes Bewusstsein (obwohl ich mir da, ehrlich gesagt, doch nicht so sicher bin, so wie der manchmal rumzickt...), so dass meine Graphiken und Logos und Druckvorlagen schön brav da bleiben, wo ich sie abgespeichert hab; meistens zumindest... Jedenfalls habe ich alle irgendwann wiedergefunden; an Orten, von denen ich nicht einmal den blassesten Schimmer hatte, dass es sie in diesem meinen Rechner überhaupt gibt. Marvin würde jetzt etwas in der Richtung wie "Ich hasse eure Unwissenheit, tut euch eure Dummheit nicht weh?" von sich geben, und ich wette, mein PC denkt sich ähnliches und verschiebt hämisch grinsend meine Dateien, während ich selig träumend im Schlaf auf Reisen in ferne und mystische Welten bin.

EPILOG - ZEITENBUMMLER

...und während ich die Augen schliesse, die Klänge einer ruhigen CD harmonisch das Zirpen der Grillen draussen im Garten vor dem offenen Fenster umspielen, löst sich meine Seele sanft auf Phoenixflügeln aus meinem Körper und sucht und findet eine geliebte Seele, die sie mitnimmt über die Wolken in eine andere Welt, die so rein und friedlich ist wie nichts auf unserer hektischen Welt. Wir fliegen Hand in Hand durch den Nebel der Geschichte und darüber hinaus, hin zu Orten, die kein Mensch vor uns je gesehen hat und die nur der Feuervogel erreichen kann. Dort heilen wir die Wunden, die das Leben uns täglich zufügt und tanken Kraft für den kommenden Morgen.

Die Legende vom Feuervogel Phoenix... vielfältig... "Aber eine Legende besagt, daß die Tränen des Phoenix alle unsere Wunden heilen, so sie darauf fließen. Nun hat die Wissenschaft festgestellt, daß wenn wir weinen unser Körper umgehend ein Hormon ausstößt, das jeden Streß absolut ausbalanciert.

Sind wir am Ende gar selbst die Phoenixe noch, die ihre Wunden heilen können?"

Hier sind noch ein paar Bilder von mir - für die ganz neugierigen unter Euch... ;)